Das schweizerische Bildungsdelphi
Ein neues Instrument zur Steuerung der schweizerischen Berufsbildung

Vortrag zur Jahrestagung der Schweizerischen Gesellschaft für praktische Sozialforschung (GfS) und des GfS-Forschungsinstitut

Jeannine DumontDr. Jeannine Dumont,
Psychologin, Projektleiterin GfS-Forschungsinstitut

Die Zielsetzung der Studie "Bildungsdelphi"

Überlegungen nach einer Wirksamkeitsanalyse des dualen/trialen Bildungssystems haben weitreichende Formen. Dabei kann sowohl der Soll- als auch der Ist-Zustand einzelner Berufe, Schulen oder Bildungsbereiche überprüft werden. Wir beziehen uns in der geplanten Studie auf das Berufsbildungssystem.

Der Begriff "Berufsbildung" indiziert gezieltes Lernen in institutionalisierter, organisierter Form. Sie bildet einen Teil der "Grundausbildung", welche vom Kindergarten bis zur höheren Berufsbildung (HTL, HWV, TS, Fach- und Berufsschule) dauert und den institutionalisierten, hochformalisierten Teil des schweizerischen Bildungswesens umfasst. Vom Begriff "Berufsbildung" zu unterscheiden sind "allgemeine" und "betriebsinterne" Weiterbildungen. Der Grundausbildungsbegriff, wie wir ihn verwenden, deckt die Gesamtheit der institutionalisierten, formalisierten Programme des hierarchischen, strukturierten Bildungssystems. Die Ausbildungsprogramme werden der Primar-, Sekundar- und Tertiärstufe zugeordnet. Dazu zählen auch die ausser-universitären Nachdiplomstudien.

Die Kennzeichnung "dual" weist darauf hin, dass die Ausbildung in öffentlichen und privaten Unternehmen geschieht. Das sogenannte "triale" System schliesst darüberhinaus die meist von den Berufsverbänden getragenen, relativ kurzen "Einführungskurse" mit ein.

Die genaue Definition des Untersuchungsgegenstandes der vorliegenden Studie ist im BBG unter Art. 6 geregelt.

Die berufliche Grundausbildung vermittelt die zur Ausübung eines Berufes notwendigen Fertigkeiten und Kenntnisse. Sie erweitert die Allgemeinbildung und fördert die Entfaltung der Persönlichkeit und des Verantwortungsbewusstseins. Sie bildet ferner die Grundlage zur fachlichen und allgemeinen Weiterbildung.

Diese Definition zeigt, dass die Bedeutung des Erwerbs von Kernkompetenzen in der Berufsbildung zentral ist. Kompetenzen, die nebst dem Spezialwissen das Verantwortungsbewusstsein und die Selbständigkeit eines Individuums am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft fördern. Ob das duale bzw. triale Berufsbildungssystem diese Anforderungen im 21. Jahrhundert noch erfüllt oder nicht, soll in der geplanten Studie untersucht werden.

Die Themenstellung

Aktuelle Diskussionen in der Sozialwissenschaft zeigen, dass wir uns auf die Informationsgesellschaft hin entwickeln, in der das "Wissen" einen neuen Produktionsfaktor darstellt (neben den "klassischen" Produktionsfaktoren Arbeit und Eigentum/Kapital). Man spricht in diesem Sinne auch häufig vom Humankapital, welches ein Individuum, ein Betrieb oder die ganze Gesellschaft liefert. Der Begriff "Humankapital" liefert also Informationen dazu, welches die bereits vorhandenen Ressourcen im Bereich der Qualifikationen, Fertigkeiten und Kenntnisse sind. Jeder einmal gegebene Humankapitalbestand ist Ergebnis von Investitionen, die vorher getätigt worden sind.

Investitionen ins Humankapital können aus einer monetären und nicht-monetären Sicht dargestellt werden. Betrachtet man diese Frage unter der ökonomischen Perspektive, kann man sagen, dass die Bildung im Sinne der Ausbildung Fachwissen vermittelt, welches insbesondere auf dem Arbeitsmarkt von grosser Bedeutung ist. Sowohl für die Gesellschaft wie für das Individuum kann sich Ausbildung als ertragreich erweisen. Im Humankapitalansatz wird angenommen, dass sich ein hohes Ausbildungsniveau positiv auf das Lohnniveau und die Erwerbsquote auswirkt und zu einer Verminderung der Erwerbslosigkeit beiträgt. Politische Akteure haben demnach die Möglichkeit, die ökonomischen Erträge zu beeinflussen, indem sie via Bildungsinvestitionen zu einer Verbesserung des Ausbildungsniveaus der Bevölkerung beitragen können. Die Erwerbslosenquote illustriert denn auch, wie sich individuelle und gesellschaftliche Interessen bzw. Sorgen überschneiden, wodurch klar aufgezeigt wird, dass an der Gestaltung des Berufsbildungssystems eines Landes in erster Linie folgende drei Instanzen massgeblich beteiligt sind: Staat, Wirtschaft, Gesellschaft/Arbeitnehmer.

Um die Kosten-Nutzen-Analyse zu optimieren, müssen die Bedürfnisse dieser drei Instanzen aufeinander abgestimmt werden, was das primäre Ziel des schweizerischen Berufsbildungsdelphi sein wird.

Gehen wir vom lehrenden Menschen aus, kommen wir zum Schluss, dass spezielle Kernkompetenzen in der Wissensgesellschaft gefragt sind, welche einem Individuum das Aneignen von Allgemein- und Spezialwissen erlauben. In der Berufsbildung sollten daher primär Inhalte zum Aufbau dieser Kernkompetenzen vermittelt werden. Als zentrale Kompetenzen gelten zur Zeit Fähigkeiten, wie Selbständigkeit, Kreativität, Methodenkompetenz, Motivation, Sozialkompetenz, Sachverstand (Klippert, 1999). Sowohl von seiten der Wirtschaft als auch der Bildungspolitik werden solche Kernfähigkeiten gefragt, die einer Person das Erlernen von Allgemein- und Spezialwissen erlauben, weshalb die Lerninhalte bei der Berufsbildung entsprechend zu überprüfen und bei Bedarf anzupassen sind.

Dass eine fundamentale Überprüfung des Schweizer Berufsbildungssystem angebracht ist, zeigen die folgenden Eckdaten:

  1. Je höher die Ausbildung einer Person ist, um so besser sind deren Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
  2. Je höher die Ausbildung einer Person ist, um so mehr wird in die Weiterbildung investiert.
  3. Je höher die Ausbildung einer Person ist, um so höher ist deren Jahreseinkommen.

Wir kommen also zum Schluss, dass sich in dieser Hinsicht eine Tendenz zur Scherenentwicklung abzeichnet, das heisst, wer mit einem geringen Ausbildungsniveau startet, hat im Laufe der Zeit in einer Wissensgesellschaft im ökonomischen Sinne auch immer weniger Wert, was im sozialpolitischen Kontext fatale Konsequenzen hat. Wir können uns also zu Recht fragen, ob die Schweiz, in der Chancengleichheit im Bildungsbereich gross geschrieben wird, sich zu einer Elitengesellschaft entwickelt, in der immer mehr EinwohnerInnen durch die Maschen fallen?

Abbildung 1

Die Fragestellungen

Im Schweizer Bildungsdelphi werden in den kommenden drei Jahren ExpertInnen aus den Bereichen: Wirtschaft, Politik und Forschung nach ihren Prognosen und Einschätzungen in diesem Kontext gefragt. Antworten auf die folgenden Kernfragen sollten gefunden werden:

  1. Soll das duale bzw. triale Bildungssystem beibehalten werden oder ist ein radikaler Systemumbau angebracht?
  2. Welchen Beitrag kann das duale bzw. triale Bildungssystem zum Ausgleich von Chancenungleichheiten leisten?
  3. Muss es allenfalls den heutigen Gegebenheiten angepasst und ausgebaut werden?
  4. Welche Schlüsselkompetenzen sind auf dem Markt gefragt und welche im Bildungssystem vermittelt?
  5. Welche Finanzierungsmodelle sind am zukunftsträchtigsten?
  6. Welche Lernorte und -methoden werden in der Informationsgesellschaft zentralen Stellenwert haben?

Die Ergebnisse hierzu werden laufend publiziert und mit internationalen und nationalen Studien in diesem Kontext koordiniert.

Wer gelernt hat,
selbständig zu planen
und seine Arbeit zu organisieren,
Informationen zu beschaffen
und gekonnt zu exzerpieren.


Wer gelernt hat,
in der Gruppe zu arbeiten
und sensibel zu kooperieren,
Kritik zu üben
und andere zu integrieren.


Wer gelernt hat,
Diskussionen zu führen
und offen seine Meinung zu sagen,
geschickt zu verhandeln
und Verantwortung zu tragen.


Wer gelernt hat,
konstruktiv zu denken
und Probleme zu beheben,
Phantasie zu entwickeln
und nach Neuem zu streben.


Wer all dies gelernt hat,
der hat was erworben, was im Leben gebraucht wird,
nicht nur heute - auch morgen.

Klippert Heinz

Zur Zeit ist eine qualitative Untersuchungsphase abgeschlossen. Bereits durchgeführte Deskanalysen, Gruppendiskussionen und Expertengespräche führten zu zentralen Thesen, die in den nächsten drei Jahren in einer repräsentativen Expertenbefragung überprüft werden.

Die Vorgehensweise

Wir befinden uns zur Zeit in einem hoch technologisierten Zeitalter. Die Telekommunikation ist zentral, Ort und Zeit spielen dabei keine Rolle mehr. Wir können via Internet mit jedem, überall kommunizieren. Dies verlangt beispielsweise nebst dem Know-How im Umgang mit den neusten Technologien ebenfalls eine hohe Selektionsfähigkeit.

Abbildung 2

Zentrale Kompetenzen

Als zentrale Kompetenzen gelten:

A. Basiswissen:

B: Spezialwissen

Dies bedarf eines sehr breiten Allgemeinwissens, was die Frage nach der Adäquatheit des dualen bzw. trialen Systems nahe legt.

Wissen als zentrales Element in der Informationsgesellschaft

Das "Wissen" hat im Zuge dieser Entwicklung in der Informationsgesellschaft wieder vermehrt Aufmerksamkeit erhalten. Fragen nach dem richtigen Umgang mit der Wissensmenge sind dabei von grosser Bedeutung. Die Wissensvermittlung wird dabei zentral.

Gehen wir von der folgenden Modellannahme aus:

Die Modellannahme

Abbildung 4

Das Berufsbildungssystem

Das schweizerische Berufsbildungssystem kann in die folgenden drei Hauptbereiche unterteilt werden:

Schulen und Ausbildungen im Rahmen dieser Studie
 
Berufliche Richtung
 
 
Schulstufe

  • Ausseruniversitäre Nachdiplomstudien
  • Höhere Fachschulen
  • Technikschulen oder andere Fachschulen
  • Vorbereitungen auf Berufsprüfungen oder höhere Fachprüfungen
  • Andere höhere Berufsbildungen
     
 
Tertiärstufe

  • Berufslehre
  • Vollzeitberufsschulen
     
 
Sekundarstufe II

  • Einführungskurse
     
 
Sekundarstufe I
Quelle: GfS-Forschungsinstitut, Büro Bern, Bildungsdelphi, 1999

Diese Bereiche sind Untersuchungsgegenstand der hier geplanenten Delphistudie. Die erwünschten Leistungen (Erwünschtheit), die voraussichtliche Entwicklung (Wahrscheinlichkeit) und die Differenz (Differenz) zwischen der tatsächlichen und der prognostizierten Erwartung der Entwicklung des Schweizer Berufsbildungssystem aus der Sicht der ExpertInnen wird in diesem Kontext erfragt. Einzelne Berufsbildungsbereiche werden dabei differenziert und in die folgenden Einheiten unterteilt:

Bei der gesamten Studiendurchführung ist auf die Koordination dieser Einheiten innerhalb der einzelnen Berufsgruppen und Kantone zu achten.

Die zentralen Thesen

Auf dem Hintergrund dieser Fragen bauen wir das Schweizer Bildungsdelphi auf. Im Folgenden möchte ich auf die zentralen Thesen eingehen:

These 1: Die Gleichstellung

Es gibt Hinweise darauf, dass es zur Zeit Mängel gibt im dualen Bildungssystem. Fokussieren wir beispielsweise die Chancengleichheit, stellen wir Ungleichheiten fest:

Chancenungleichheit nach Geschlecht

Die grössten Ungleichheiten im Berufsbildungssystem gibt es nach wie vor zwischen Männern und Frauen. Dieser Geschlechterunterschied wird nach der Einführung des neuen Berufsbildungsgesetzs allerdings etwas reduziert, da in diesem Falle Berufe aus dem Gesundheits- und Sozialwesen ebenfalls dem Bundesamt für Bildung und Technologie subsumiert werden können. Gerade handwerkliche Berufe sind jedoch nach wie vor reine Männerdomänen.

Mit dem Geschlechterunterschied nach einzelnen Berufsbereichen geht der Unterschied nach Einkommen einher. So sind nach wie vor die Frauenberufe die schlecht honorierten Berufe.

Chancenungleichheit nach Betriebsgrösse

Betrachtet man die Chancengleichheit der Betriebe untereinander, stellen wir fest, dass ein Betrieb sehr gross sein muss, damit für ihn das Ausbilden von Berufsleuten rentabel ist. Da das Kosten-Nutzen-Verhältnis in der Wirtschaft immer zentraler wird, wird sich dies zwangsläufig negativ auf die Ausbildung der Berufsleute auswirken, wobei festzuhalten ist, dass das Kosten-Nutzen-Verhältnis nach Betrieb und Branchen noch nie genau berechnet wurde. Es zeichnen sich in der Praxis Betriebstypen ab, bei denen klar ist, dass Leute aus reinen Profitgründen ausgebildet werden und der Auszubildende bzw. die Auszubildende eine billige Arbeitskraft darstellt.

Chancenungleichheit nach Urbanisierungsgrad

Des Weiteren gibt es grosse Unterschiede bezüglich des Urbanisierungsgrades. Die ZürcherInnen sind beispielsweise gegenüber der JurassierInnen im Aus- und Weiterbildungsbereich übervorteilt.

These 2: lebenslanges Lernen

Abbildung 5

Wir befinden uns zur Zeit in einer Gesellschaft, in der stetig neues Wissen gefragt ist und sich alle permanent weiterbilden müssen:

Lebenslanges Lernen wird überlebenswichtig

Das lebenslange Lernen beruht auf natürlicher Neugierde, auf Offenheit für Neues und Verschiedenes. Konstruktives Verarbeiten neuer Informationen für erfolgreiches Handeln und innovative Problembewältigung ist dabei zentral. Ziel dabei ist gezieltes Aufnehmen, konzeptionelles Verarbeiten und wertendes Interpretieren neuer Informationen und Eindrücke. Die menschlichen Erkenntnisse und Handlungskompetenzen sollten dabei ständig weiterentwickelt, verbessert und erweitert werden.

In der modernen "Wissensgesellschaft" stellt "Wissen" ein sich ständig erneuerndes Vorstellungs-Konstrukt der wahrgenommenen Welt dar. Dieses Wissen ist sowohl Ergebnis vorhergehenden Lernens wie auch Grundlage für neues Lernen - und für erfolgreiches Handeln.

Die notwendige Motivation für ein lebenslanges Lernen braucht Ermutigung und ein Grundvertrauen. Mit diesem kann man lernend die eigenen Lebenszusammenhänge verstehen und auch beeinflussen.

Lebenslanges Lernen heisst ganzheitliches Lernen

Damit das Lernen der Menschen mit den Veränderungen der Welt Schritt halten kann, muss es ganzheitlich sein. Die künftigen Herausforderungen sind in einer kritischen Transformationsphase und daher nicht zuverlässig vorhersehbar, weshalb die Kompetenzen der Menschen auch ganzheitlich entwickelt werden müssen. Schlüssselqualifikationen müssen vermittelt werden, welche im Kontext eines kreativen Potentials so umfassend wie möglich eingesetzt werden können.

Flexibilität ist daher nebst einem grossen Wissenshintergrund gefragt. Die zunehmende Komplexität der Sachverhalte verlangt des Weiteren gute Orientierungsfähigkeit und Selektionsvermögen. Personale und soziale Kompetenzen sind dabei zentral. Besonderes im technologischen Bereich müssen die erarbeiteten Wissenszusammenhänge und Kompetenzen auf neue und andere Anforderungen transferiert werden können.

Lebenslanges Lernen bedingt hohe personale Kompetenzen

Zusammenfassend kann man festhalten, dass der Wert einer guten Bildung zunimmt, was zur Folge hat, dass jedes Individuum an die Leistungsgrenze getrieben wird und daher hohe persönliche Kompetenzen gefragt sind, da alle diesen Stress bewältigen müssen.

These 3: Das duale/triale Bildungssystem in der Informationsgesellschaft

Abbildung 5

Das duale/triale System ermöglicht den Leuten eine optimale Integration in den Arbeitsmarkt:

Das duale/triale Berufsbildungssystem von morgen bedingt eine aktive Kommunikation zwischen Wirtschaft und Berufsschule

Damit das duale/triale Bildungssystem Bestand hat, muss die Kommunikation zwischen Wirtschaft und Berufsschule aktiviert werden. Die Lehrkräfte sind gleichzeitig WirtschaftsvertreterInnen, und projektbezogene Lerninhalte werden an der Schule in Theorie und Praxis vermittelt. Des Weiteren werden Verbindungen zwischen Betrieben zentral, die den Auszubildenden mehr Variation bieten. Zukünftige Massnahmen des Bundes müssen daher primär Richtung Erstellung von Anreizen tendieren, und mögliche Schikanen, wie beispielsweise die Ausbildungsabgaben seitens der Betriebe, die Jugendliche ausbilden, sollen abgeschafft werden. Mögliche Anreize wären beispielsweise eine Zertifizierung und/oder Subventionierung der Lehrbetriebe.

Das duale/triale Berufsbildungssystem bedingt eine Qualitätsverbesserung

Es ist anzunehmen, dass vorwiegend im allgemeinbildenden Wissensbereich in der aktuellen Berufsausbildung generell ein Defizit besteht. Nebst der Qualität muss auch das Image der Berufsbildung in der Schweiz verbessert werden. Zu diesem Zweck muss sowohl eine Abgrenzung nach unten als auch eine Öffnung nach oben stattfinden. Können wir diese Qualitätsverbesserung nicht herbeiführen, gleichen wir uns immer mehr dem eher negativ zu wertenden dualen System anderer Länder an, wie beispielsweise Frankreich oder England. In diesen Ländern werden vorwiegend die praktisch nicht bildungsfähigen Leute im dualen System ausgebildet, und die übrigen absolvieren die Mittel- bzw. Hochschulen. Ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung des Images der Berufsbildung konnte bereits durch die Bildung der Fachhochschulen geleistet werden.

Die Qualität der Berufsbildung hängt nicht nur vom System, sondern auch von AusbilderInnen ab. Die Lehrbetriebe benötigen die dafür notwendige soziale Kompetenz. Es sollte daher zukünftig generell mehr in die Ausbildung der AusbildnerInnen in den Lehrbetrieben oder auch in die Ausbildung akademischer Führungskräfte investiert werden, da diese einen wesentlichen Beitrag in der Berufsbildung leisten.

Ein weiteres schlechtes Indiz für das Schweizer Berufsbildungssystem ist die Tatsache, dass zur Zeit immer noch Auszubildende in Berufsbereichen als billige Arbeitskräfte missbraucht werden können. Solche Entwicklungen sollten durch die Verschärfung der Anforderungen an einen Ausbildungsbetrieb unterbunden werden. Die Qualitätssicherung der Lehrbetriebe ist ein möglicher Weg in diese Richtung.

Das duale/triale Berufsbildungssystem von morgen bedingt ein fächerübergreifendes Angebot

Nebst dem planmässigen, systematischen Lernen, das an Zeit und Ort gebunden ist, nach Fächern sortiert ist und von Experten geleitet wird, gewinnt ein ganzheitliches, fächerübergreifendes, gezieltes und problembezogenes Lernen an Bedeutung. Nebst dem lehrgangartig organisierten Angebot, welches oft von anderen Tätigkeiten getrennt ist nimmt das unabhängige und selbstständige Lernen in vielfältigen Lebens- und Handlungszusammenhängen zunehmend mehr an Gewicht und Bedeutung zu.

Das duale/triale Berufsbildungssystem von morgen bedingt hohe Flexibilität der Arbeit

Es gibt einige Symptome, die darauf hinweisen, dass das Berufsbildungssystem reformbedürftig ist. So gibt es zur Zeit immer noch grosse Lücken auf dem Arbeitsmarkt. Es sind zum Beispiel nach wie vor noch zu wenig Lehrstellen vorhanden.

Ein weiterer Hinweis darauf, dass das Bildungssystem reformbedürftig ist, ist das Engagement der Grossbetriebe, wie beispielsweise Swisscom, ABB oder Novartis. Diese Betriebe finden keine für ihren Fachbereich adäquat ausgebildeten Leute. Sie werden daher einerseits selber in der Ausbildung tätig, und andererseits kreieren sie auch neue Berufe. Im Informatikbereich besteht im Moment ein grosser Bedarf an geeigneten Berufsbildern und -leuten.
Die rasante technische Entwicklung führt zur Flexibilisierung der Arbeit und somit zu Wechseln der Berufstätigkeiten, die vorwiegend projektbezogen sein werden. Das macht ein "lernendes Arbeiten" und "handelndes Lernen" in veränderten Tätigkeitszusammenhängen notwendig.

Das duale/triale Berufsbildungssystem von morgen bedingt weit gefasste Berufsbilder

Weiterer Reformbedarf besteht zudem bei den Berufsbildern. Es gibt Berufsbilder, die zu eng gefasst sind. Gehen wir davon aus, dass bis zu 75 Prozent der Auszubildenden nach Abschluss der Ausbildung das Tätigkeitsfeld wechseln, kommen wir zum Schluss, dass die Ausbildung entsprechend breit sein und auch in anderen Berufsbereichen anerkannt werden muss.

Das duale/triale Berufsbildungssystem von morgen bedarf einer Reform

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die ganze Sekundarstufe II reformbedürftig ist. Die finanziellen Mittel müssten zur Zeit vorwiegend in den Ausbau der Sekundarstufe II fliessen. Generell sollte eine Erhöhung des Rahmenbudgets in der Berufsbildung angestrebt werden, so dass eine Mehrinvestition im Bereich der Sekundarstufe II nicht zu Lasten der ausser-universitären Tertiärbildung gehen kann.

These 4: Die Lernorte

Abbildung 6

Änderungen im Berufsbildungssystem verlangen andere Anerkennungen

Für die Bewertung und Anerkennung des informellen Lernens in praktischen Lebens- und Arbeitssituationen und der daraus erwachsenden Lebenserfahrung, kommunikativen Kompetenzen und Bewältigungsintelligenz, hat das formale Examens- und Berechtigungswesen in Europa keine angemessenen Kriterien und Instrumente. Zukünftig wird es jedoch darauf ankommen, die aus verarbeiteten Erfahrungen gewonnene lebenspraktische und soziale Kompetenz, vor allem die Fähigkeit zur konstruktiven Verarbeitung neuer Erfahrungen im Lebensvollzug, als eigenverantwortliche Leistungsergebnisse anzuerkennen und gegebenenfalls auch angemessen zu attestieren.

Die spezifischen Verfahren zur Zertifizierung erfahrungsbasierender Kompetenzen müssen noch zu gezielten dialogischen Kommunikationsformen ausgebaut werden, wie beispielsweise durch die Dokumentation der eigenen Lernbiographie in Qualifikationsbüchern (Portfolios).

In der Grundausbildung muss eine berufsübergreifende Anerkennung auf Sekundarstufe I, II und III gegeben sein. Zudem muss die volle Durchlässigkeit bei der Aufnahme der StudentInnen an Fachhochschulen und Universitäten gegeben sein, damit alle die gleichen Bildungschancen haben.

Änderungen im Berufsbildungssystemen integrieren das virtuelle Lernen

Das "virtuelle Lernen" ermöglicht eine zeit- und ortsungebundene Wissensvermittlung, die unterstützend oder zum Schulunterricht ergänzend eingesetzt werden kann. Auch wenn Lernorte, Lernsituationen und LernpartnerInnen nur elektronisch präsentiert und nicht real erfahren werden, können sie wirksame Lernprozesse auslösen, in der Sekundarstufe I und II, sie können jedoch nicht das Klassenzimmer ersetzen. Im tertiären Bildungssektor wird der virtuelle Raum jedoch zentraler sein.

Änderungen in Berufsbildungssystem minimieren kantonale Unterschiede

Ein spezifisch schweizerisches Problem sind zudem die kantonalen Unterschiede, welche vorwiegend zu Lasten der Auszubildenden und der Bevölkerung gehen. Kantonale Unterschiede führen zum Ressourcenverschleiss und zu einem unterschiedlichen Angebot auf dem Lehrstellenmarkt.

Generell gilt die Meinung, dass die Aufteilung in die 7 Lernorte, wie es bei den Fachhochschulen der Fall ist, ebenfalls auf Berufsschulebene eine gute Lösung wäre, da so die Ressourcen optimal eingesetzt werden können. Dies würde zudem den Austausch und die Flexibilität der Auszubildenden erhöhen.

Änderungen im Berufsbildungssystem beinhalten Anreize für die Wirtschaft

Dass sich die Wirtschaft auch aktiv beteiligen muss, wenn das Schweizer Berufsbildungssystem aufrecht erhalten bleiben soll, kommt in den ExpertInnengesprächen klar zum Ausdruck. Die Idee der Bildungsabgaben, wenn ein Betrieb keine Jugendlichen ausbildet, kann eine Art Solidaritätsgedanken unter den Betrieben darstellen und wird von einigen ExpertInnen voll unterstützt.

Änderungen im Berufsbildungssystem bedingen eine andere pädagogische Haltung

In einer kritischen Umbruchphase, in der es auf die breitere Entwicklung der Potentiale aller Menschen ankommt, können es sich die professionellen PädagogInnen nicht mehr leisten, sich auf das von ihnen organisierte Lernen zu konzentrieren und den grösseren Teil der vorwiegend älteren Bevölkerung beim informellen Lernen alleine zu lassen.

Um in Zukunft auch das informelle, situative Selbstlernen der Menschen zu unterstützen und ergänzen, müssen die Bildungsinstitutionen

Die PädagogInnen müssen sich für ein informelles Lernen öffnen, was dazu führt, dass sie ein Lernen fördern, das die Lernenden als ihre eigene Antwort aus ihrer situativen Herausforderung weitgehend selber bestimmen.

Änderungen im Berufsbildungssystem bedingen eine volle Durchlässigkeit

Optimiert könnte diese zudem noch werden, wenn die volle Durchlässigkeit gegeben wäre, das heisst, wenn den AbsolventInnen der BMS nebst dem prüfungsfreien Eintritt zu den Fachhochschulen ebenfalls ein prüfungsfreier Eintritt zu den Universitäten ermöglicht würde.

These 5: Die Lerninhalte

Abbildung 7

Zentrale Lerninhalte sind das Allgemeinwissen sowie das Spezialwissen. Das Allgemeinwissen ist jedoch schwieriger zu erlernen und ist mit einem bestimmten Erfahrungskontext und Entwicklungsstand gekoppelt. Das primäre Ziel der Berufsbildung sollte daher das Bilden einer guten Basis zur Fortbildung sein. Ein lerngeschichtlicher Paradigmenwechsel steht bevor.

Ein lerngeschichtlicher Paradigmenwechsel bedingt eine Erweiterung der Berufslehre

Ideal wäre das Modell der Erweiterung der Berufslehre auf 4 Jahre. In den ersten drei Jahren würde die eigentliche Berufslehre stattfinden und im 4. Lehrjahre würde der BMS-Stoff vermittelt. Theoretisch gesehen, bildet dieses Modell sicher eine gute Basis für eine Fachperson und ermöglicht den Anschluss an jegliche Weiterbildungsprogramme.

Die neuen Technologien beeinflussen zunehmend die Zukunft des Lernens

Die neuen Technologien beeinflussen zunehmend die Zukunft des Lernens, wobei es eine wechselseitige Beziehung zwischen dem Auszubildenden und der Technologie sein sollte. Die neuen Technologien müssen im Zusammenhang mit der gesamten Umgebung der lernenden Menschen gesehen und genutzt werden, denn sie sind ein Teil der Lernumwelt, zu der auch

Die gesellschaftliche Umbruchsituation bedingt neue Lerninhalte

Gezieltes, konstruktives Problemlösen
Die Lücken in den bewährten Lerninhalten sind vor allem durch die Erarbeitung von neuen Erkenntnissen, neuem Wissen, neuen Strategien und neuen Kompetenzen zu füllen. Vordringlich ist deshalb die Entwicklung der Fähigkeiten zum gezielten, konstruktiven Problemlösungslernen. Dazu müssen alle zur Verfügung stehenden Ressourcen mobilisiert werden.

Handwerk
Nebst dem Allgemeinwissen muss ebenfalls das Handwerk in der Berufslehre vermittelt werden, was als elementarer Nutzen seitens der Wirtschaft gewertet werden kann. Die einzelnen Betriebe können sich dadurch indirekt an der Qualität des zukünftigen Produktes ihrer Branche via Ausbildung beteiligen.

Soziale Kompetenzen
Nebst inhaltlichem Wissen ist ebenfalls das Vermitteln von sozialen Kompetenzen ein Ziel jeder Berufslehre. Dass das duale/triale Bildungssystem gerade in diesem Bereich Stärken vorzuweisen hat, kommt klar zum Ausdruck. Durch die Teamarbeit am Arbeitsplatz, durch Kundenkontakte und durch die Sozialpartnerschaft zwischen Auszubildenden und Lehrbetrieb, wird in der Berufsbildung die soziale Kompetenz der Auszubildenden stark gefördert.

These 5: Die Lernmethoden

Abbildung 8

Die Informationsgesellschaft verlangt andere Lernmaterialien

Der "Paradigmenwechsel" von einem vorwiegend lehr- und lehrerbezogenen zu einem breitem auf die Situation und Probleme der Umwelt ausgerichteten Unterricht, bedingt andere Lernmaterialien. Anstelle der linear durchkonstruierten Lernmaterialien für systematische Lehrgänge, müssen mehr thematisch konzentrierte Module entwickelt werden. Der planmässig-systematische Wissensaufbau wird zunehmend durch offenere Lernnetzwerke ersetzt.

Die elektronischen Informations- und Kommunikationstechnologien und die digitalen Integrationsmedien bieten neue, noch nicht ausgeschöpfte Möglichkeiten der Unterstützung des lebenslangen Lernens.

Das heutige Berufsbildungssystem erfüllt diese Ziele nicht

Diese Fähigkeiten werden nach Angaben der ExpertInnen im heutigen System nur teilweise vermittelt, da primär die Berufsbilder zu eng gefasst sind. Des Weiteren kommt auch ganz klar zum Ausdruck, dass die Handwerker im heutigen Bildungssystem zu wenig gefördert werden was zu einer Dreiteilung der Gesellschaft führen kann.

Das Ziel des Schweizer Bildungsdelphi ist nun, auf nationaler Ebene in einer Runde von ExpertInnen Prognosen zu erfassen, um das aktuelle System zu überprüfen und allenfalls zu reformieren.

Die Delphi-Methode

Abbildung 9

Die quantitative Phase beinhaltet eine Expertenbefragung, die nach der Delphi-Methode in regelmässigen Abständen durchgeführt wird. Die Methode gehört zu den anerkannten Planungstechniken der Unternehmensführung. Die Experten haben in einer schriftlichen Befragung die Möglichkeit, Prognosen in einem thematisch genau festgelegten Bereich abzugeben. Sie können diese Prognosen in jeder Erhebungsphase neu den aktuellen Bedingungen anpassen und auch retrospektiv gesehen wieder revidieren. Mit dieser Methode sollen Bildungssektoren aufgezeigt werden, in denen der Wunsch nach Reformbedarf besteht. Die Basis dazu bilden die eben aufgeführten Thesen, die aus den theoretischen Arbeiten und den Expertengesprächen resultierten.

Die Delphi-Methode ist eine strukturierte, mehrstufige Befragung eines festen Kreises von ExpertInnen mit immer wieder denselben Fragen. Ziel ist es, das Erfahrungswissen der ExpertInnen systematisch zur Herleitung von Aussagen über zukünftige Ereignisse und/oder über Ereignisse, die durch komplexe Wirkungsrelationen bedingt sind, einzusetzen, die mit anderen Methoden nicht verlässlich erzielt werden können.

Wesentliches Merkmal der Delphi-Methode ist die Mehrstufigkeit, wobei, ab der 2. Stufe der Befragung die Ergebnisse aus der Vorrunde an die befragten ExpertInnen zurückfliessen. Damit können sie ihre Auffassung mit der allgemeinen ExpertInnenmeinung vergleichen, die Gründe für ihre potentiell abweichenden Positionen überprüfen, ihre Einschätzungen gegebenenfalls korrigieren oder besser argumentativ erhärten. Erfahrungsgemäss ergibt sich über die Delphi-Runden hinweg eine zunehmende Konvergenz der Einschätzungen, das Ergebnis wird homogener, valider und aussagekräftiger. Gleichzeitig lassen sich Minderheitspositionen herausarbeiten und Unsicherheiten an der vorhandenen Streubreite der Einschätzungen erkennbar machen.

Abbildung 10

Geeignet ist die Delphi-Methode im vorliegenden Zusammenhang aus folgenden Gründen: Wissensbestände können in ihrer künftigen Entwicklung nur durch einen interdisziplinär zusammengesetzten Kreis von ExpertInnen eingeschätzt und gewichtet werden. Durch die schriftliche Form der Befragung können zum einen möglichst viele ExpertInnen einbezogen werden. Zum anderen ermöglicht die Anonymität zunächst eine unabhängige Urteils- und Meinungsbildung. Gleichzeitig bildet aber auch angesichts der erforderlichen langfristigen Perspektive auf zukünftige Entwicklungen und der damit verbundenen Unsicherheit in den ExpertInneneinschätzung der direkte Diskurs und die Bildung eines konsensfähigen Gruppenurteils ein wichtiges Element der Delphi-Befragung. Kern der Methode ist mithin, aus dem Aufeinandertreffen und der Kombination von unterschiedlichen ExpertInnenurteilen das Themenfeld auszuleuchten und zu Ergebnissen zu kommen. Diese beziehen sich nicht nur auf die arithmetische Mitte oder die Mehrheitsmeinung, wenngleich beide bereits einen Informationsstand besitzen. Wichtig ist vor allem der Diskurs zwischen den ExpertInnen über die individuellen, voneinander unabhängigen Einschätzungen. Nur so kann ein Delphi Ergebnisse erzielen, die nicht das Resultat purer Anpassung quantitativer Nivellierungen sind.

Aufgrund dieser Überlegungen folgt das folgende Konzept des Schweizer Bildungsdelphi, welches nebst der Initialisierungsphase in drei Runden (eine Runde beinhaltet sowohl Erfassung als auch Validierung) unterteilt werden kann. Die Unterteilung erfolgt im Jahresrhythmus.

Schweizer Berufsbildungsdelphi "knowledge group"

Die Delphi-Methode ist für die TeilnehmerInnen mit dem Anreiz verbunden, in eine ExpertInnenrunde integriert zu sein und die Meinungsbildung in einer Fachdiskussion im entsprechenden Umfeld durchführen zu können. Wir möchten dieses Element in unserer Untersuchung mit Hilfe der neuen elektronischen Technologie noch ausbauen und den TeilnehmerInnen als Anreiz eine Intranetlösung anbieten. Diese Intranetlösung beinhaltet eine Plattform in der die Delphi-Aktualitäten publiziert werden. Des Weiteren können die TeilnehmerInnen online an der Befragung teilnehmen. Ziel dabei ist die Bildung einer virtuellen "knowledge group", die sich auch untereinander via "chatroom" austauschen kann.

Zielgruppen

Der Erfolg einer Delphi-Befragung hängt entscheidend von der Auswahl der zu befragenden Fachleute ab. Als Zielgruppe für das Schweizer Bildungsdelphi gelten ExpertInnen aus den Bereichen:

Politik


Wirtschaft
Bildung/Forschung

Als ExpertInnen gelten die Bildungsverantwortlichen aus dem entsprechenden Bereich.

Über alle Bereiche hinweg gilt es die folgenden Berufe einzubeziehen:

  1. Industrielle und handwerkliche Berufe

  2. Technische Berufe

  3. Organisations-, Verwaltungs-, Büro- und Handelsberufe

  4. Gastgewerbliche und hauswirtschaftliche Berufe

  5. Pflege- und Soziale Berufe

Die Quotierung und Auswertung der Berufe erfolgt bereichs- und nicht berufsspezifisch.

Der Ausblick

Die erste schriftliche Befragungsrunde findet im Frühjahr 2000 statt. Die Erhebung wird voraussichtlich bis ins Jahr 2002 jährlich wiederholt.

Der Fragebogen wird in einzelne Abschnitte unterteilt, die sich thematisch in zwei Bereiche aufteilen lassen. Es werden sowohl Prognosen zum Berufsbildungssystem als auch zu den zentralen Kompetenzen erfragt. Kommt es zu grossen Differenzen zwischen den Prognosen der ExpertInnen und der aktuellen Situation, erlaubt uns die Datenbasis das Erarbeiten von adäquaten Ausbildungs- und Anerkennungsmodellen.
Wir werden laufend auf dieser Homepage über die aktuellen Ergebnisse berichten.