Der GfS-Spendenmonitor als neues Beobachtungsinstrument

Seit 1997 realisiert das GfS-Forschungsinstitut eine Erhebung zum schweizerischen Spendenmarkt. Neben der Analyse des Spendenmarktes ist es möglich, eine Image-Positionierung von wichtigen Hilfswerken zu leisten.

(Update GfS-Newsletter November 2003)

Informationen: Martin Abele, mabele@gfs-zh.ch  Tel. 01/ 361 51 00

oder: Dr. Peter Spichiger-Carlsson, pspichiger@gfs-zh.ch Tel. 01/ 361 51 00

Multi Client Studien als Chance auf dem Markt oder die erfolgreiche Zusammenarbeit der Hilfswerke

Abgesichertes Wissen über das öffentliche Image einzelner Hilfswerke und dem Spendenmarkt sind gerade in Zeiten der staatlichen Zurückhaltung bis hin zum Rückzug und vermindertem frei verfügbaren Einkommen von existentieller Bedeutung. Dazu lagen vor der GfS-Studie nur punktuelle Ergebnisse für einzelne Hilfswerke vor, doch fehlte eine gesamtschweizerische Sichtweise über die gesamte Branche. Um diese Lücke zu schliessen, haben sich erstmals im Oktober 1997 15 Hilfswerke (2003: 25) zur Zusammenarbeit entschlossen und dem Forschungskonzept des GfS-Forschungsinstitut für eine gemeinsame Studie zugestimmt.

Die Multi-Client-Studie erlaubt allen beteiligten Werken eine Positionierung ihres Werkes innerhalb ihres direkten Konkurrenzumfeldes aber auch innerhalb des Spendenmarktes. Diese Zusammenarbeit, von an sich auch konkurrierenden Werken hat sich als für alle Beteiligten sehr erfolgreich erwiesen.

Die Vorteile einer solchen Studienanlage:

  1. Gemeinsames Know How nutzen für die Gestaltung der Befragung
  2. Geteiltes Interesse vom GfS als unabhängiges Institut abklären lassen
  3. Einheitliche Übersicht über den Markt
  4. Gemeinsame Beurteilung der Branche und des allgemeinen Marktes
  5. Unterschiedliche strategische Nutzung jeder Organisation auf derselben Grundlage
  6. Teilen der Gesamtkosten nach Anzahl Hilfswerke

Aufgrund dieser positiven Zusammenarbeit konnte ein verlässliches Beobachtungsinstrument aufgebaut werden, welches sowohl den werkspezifischen Bedürfnissen als auch dem Branchenimage gerecht wird. Als Beobachtungsinstrument wird es längerfristige Entwicklungen und Veränderungen auf dem Markt einfangen können.

Trotz einer nach wie vor bestehenden Konkurrenz kann eine solche Multi-Client Studie einen sehr sinnvollen Beitrag für die gesamte Branche leisten.

Beteiligte Werke (2003): Aids Hilfe Schweiz - Amnesty International - Schweizerisches Arbeiterhilfswerk - Caritas Schweiz - Schweizerische Stiftung für das cerebral gelähmte Kind – Fastenopfer - Schweizerische Flüchtlingshilfe – Greenpeace Schweiz - HEKS - Helvetas – IKRK - Stiftung Kinderdorf Pestalozzi - Krebsliga Schweiz – Schweizerische Lungenliga - Médecins sans frontières – Multiple Sklerose Gesellschaft – Schweizer Paraplegiker Stiftung - procap (Schweizerischer Invalidenverband) – Pro Infirmis - Pro Juventute – Rega - Schweizerisches Rotes Kreuz –Swissaid – Stiftung Terre des hommes - WWF Schweiz –